Die Ankündigung des Kantons Zürich über 27 Millionen Franken im Museum Neuthal zu investieren, hat uns mit unserem Ausstellungsraum in eine Warteposition gedrängt. Die notwendigen Baumassnahmen, Änderungen der Ausstellung und die zukünftige Raumaufteilung und das Raumkonzept mussten zuerst erarbeitet werden, bevor wir Klarheit bekommen konnten, wie es mit dem Textilia-Ausstellungsraum weitergehen soll.
Wir hatten einzig die Zusage, dass auch im neuen Konzept ein Raum für unseren Tisch und das Archiv zur Verfügung steht. Geplant war, dass wir mit dem Museum Neuthal wieder Kontakt aufnehmen, sobald die Raumnutzung festgelegt ist.
Anfang 2025 hat Düde beim AH-Vorstand den Antrag für die AH-Versammlung im gleichen Jahr eingereicht die Rückstellungen für den Ausstellungsraum, welche aus Spenden vieler Textilianer für den Ausstellungsraum gebildet wurden, in Freie Reserven umzuwandeln.
Dies nahm der AH-Vorstand zum Anlass beim Museum Neuthal abzuklären, welche Möglichkeiten wir für unseren Raum bekommen, denn in der Zwischenzeit wurde die Raumaufteilung im Neuthal konkretisiert.
Leider fiel die Antwort für uns wenig befriedigend aus. Wir würden zwar einen Raum bekommen für den alten Kneiptisch und die Stühle. Dieser Raum sollte im 4. Stock sein, welcher nur internen Zwecken dient, und leider nicht für Besucher zugänglich ist. Wie schon ursprünglich geplant, sollte der Raum auch den Mitarbeitern des Neuthals als Sitzungszimmer dienen. Die vorgesehenen textilen Raumabtrennungen würden sich kaum eignen, um den Fahnenkasten und Regale für Bierkrüge und andere Exponate anzubringen. Der Raum stünde wohl frühestens 2028 zur Verfügung stehen. Der für die Textilia angestrebte Mehrfachnutzen von Archiv, Museum und Begegnungsstätte lässt sich somit nicht verwirklichen.
Die AH-Versammlung stimmte angesichts dieser Situation dem Antrag von Düde mit knapper Mehrheit zu.
Doch wie soll es nun weitergehen? Es kursieren bereits erste Gedanken. Tisch und Stühle könnten in der Mensa der STF oder im Besucherzentrum vom Neuthal als Dauerleihgabe aufgestellt und benutzt werden. Vielleicht bietet sich auch das Toggenburger Museum in Lichtensteig eine Option, wo gerade Veränderungen stattfinden.
Sollte nicht alles an einem einzigen Ort vereint werden können, ist es wohl wichtig, dass wir einige Dinge gedanklich trennen.
Jede einzelne Position kann räumlich getrennt aufbewahrt werden. Es sind auch Mischformen möglich.
Der AH-Vorstand wird sorgfältig evaluieren, wo wir für diese historischen Gegenstände optimale Lösungen finden. Wir sind offen für Ideen aus der Altherrenschaft und halten euch auf dem Laufenden.
Mit weiss-lila-weiss
Romeo
Stand August 2025
Wir danken für alle grossen und kleinen Bar- und Sachspenden für unser Museum und die vielen Zusagen für Mitarbeit im Neuthal.Wir freuen uns über die grosse Unterstützung.
Hier werdet ihr über den aktuellen Stand der Entstehung von unserem Museum informiert.
Link zu Neuthal Textil- & Industriekultur
Link zu Ausstellungsraum-Plan Version 4
Am Freitag, 21. Juli 2023 wurde in vielen Zeitungen berichtet, dass der Kanton Zürich insgesamt
27,1 Millionen ins Museum Neuthal investiert.
Das intakte Industrieensemble ist ein Ortsbild von nationaler Bedeutung und gehört zum grossen Teil dem Kanton Zürich. Nun sollen die Fabrikbauten instand gesetzt und die Infrastruktur ausgebaut werden.
Ende 2026 soll alles fertig sein, damit 2027 das 200 jährige Jubiläum gefeiert werden kann. Ziel ist es die Besucherzahl von jetzt cirka 5‘000 zu verdoppeln.
Für die Textilia bedeutet das, dass Ende 2026 auch für uns ein Raum zur Verfügung stehen soll, wo wir immer noch unseren Tisch und das ganze Archiv unterbringen wollen.
Mit freudigen Farbengrüssen
in weiss-lila-weiss
der Archivar Romeo
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Neuthal Eisenbahnbrücke mit Dampfzug |
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Neuthal Industrieensemble |
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Neuthal Luftaufnahme |
Am 18. Juni 2021 haben Balu und ich uns mit Reinhard Furrer, dem Präsidenten und Dr. Nora Baur, der Museumsleiterin vom Verein Neuthal Textil- und Industriekultur(NIK) getroffen um unser Projekt nochmals mit allen baulichen Massnahmen zu präsentieren. Dabei wurden unsere
Aufräumarbeiten explizit gelobt.
Anfang Juni hatte der Kanton als Eigentümer des Industrie-Ensembles das ganze Haus nochmals inspiziert und eine Machbarkeitsstudie gestartet. Dabei ging es auch um den 4. Stock mit unserem Raum.
Nachdem alle Handwerker-Offerten bereinigt waren, durfte ich am 22. Juni 2021 den Startschuss geben und die Aufträge definitiv erteilen. Doch kaum waren die Aufträge erteilt, kam ein provisorischer Stopp vom NIK, weil man noch die Schlussfolgerungen der Besichtigung von Anfang Juni abwarten wollte. Also Kommando zurück und die Aufträge an alle Handwerker noch gleichentags blockiert.
Anfang Juli kam der definitive Bescheid des Kantons Zürich, in welchem er jegliche Baumassnahme im Fabrikgebäude untersagte. Wir durften also nichts bauen! Ein grosser Schock, für welchen ich einige Tage brauchte um ihn zu verarbeiten.
Aber wir wollen weitermachen. Textilia und NIK haben in einem weiteren Gespräch ihr beiderseitiges Interesse für den Ausstellungsraum mit Kneiptafel im Neuthal bestätigt.
Der NIK legt jetzt seinen Platzbedarf – inklusive unserem Ausstellungsraum – im 4. Stock fest, den er beim Kanton anmeldet. Auf dieser Grundlage wird ein neues Raumkonzept für den 4. Stock erarbeitet. Danach erfolgen Planung und Bau. Bis der Kanton das fertiggestellt hat, rechnet man mit vier bis fünf Jahren.
Für uns hat diese Tatsache den Nachteil, dass wir also noch einige Zeit warten müssen, bis wir unseren Ausstellungsraum beziehen können. Der grosse Vorteil liegt in den Kosten, denn wir bekommen einen bezugsfertigen und beheizten Raum in der gewünschten Grösse. Es entstehen uns keine Kosten für den Umbau. Wir müssen dann nur noch den Einzug organisieren und die Raumausstattung (Vitrinen, Beleuchtung etc.) beschaffen.
Aktuell passen wir mit dem NIK die bestehende Nutzungsvereinbarung den neuen Gegebenheiten an.
Wir brauchen alle noch einiges an Geduld, bis wir im Neuthal einziehen können. An dieser Stelle dankt der AH-Vorstand nochmals allen Helfern und Sponsoren. Gerne versichern wir, dass wir die vielen Sponsorengelder für unseren Ausstellungsraum zurückgestellt haben und nur dafür einsetzen werden.
Mit weiss-lila-weiss
Romeo
29. Mai 2021 Entrümpelungstag im Neuthal
Die Vorbereitungen für diesen Tag zogen sich durch den ganzen Mai. Farbenbrüder suchen, die mithelfen können und wollen. Mulde organisieren.
Überlegen wie der Müll engen Aufzug vom 4. Stock in eine Mulde
vor dem Gebäude gelangt. Mit Macro die Funktionsweise des alten Warenlifts
erkunden, der nicht für Personentransporte zugelassen ist. Und am Schluss die
Verpflegung für die Mannschaft organisieren.
Die grosse Frage war, wie viele helfende Hände braucht es. Und wie lange dauert der Einsatz. Geplant war von 9 bis 15 Uhr mit kleiner Mittagspause.
Hoch erfreulich ist die Tatsache, dass alle zehn angefragten Farbenbrüder sofort zugesagt haben um ihren Einsatz am Tag der guten Tat zugunsten unserer Verbindung zu leisten: Balu, Gigolo, Kafaz, Kick, Leder, Nauti, Romeo, Smart, Spagat und Zigi. Viele haben Sägen und Fräsen mitgebracht um den Abraum so zerkleinern, dass alles mit dem Lift transportiert und in der Mulde deponiert werden konnte.
Pünktlich um 9 Uhr Begrüssung und Einführung bei Kafi und Gipfeli. Danach kleiner Rundgang und Besichtigung sowie Einrichtung der Arbeitsplätze. Sicherung des Fensters neben der Mulde. Im vierten Stock zerkleinern des Holzes und beladen von Paletten und Transportwagen. Danach die Reise des Güsels mit dem Lift, der nur geholt werden kann, und im ersten Stock der Abwurf in die bereitgestellte Mulde.
Hochmotiviert haben sich alle an die Arbeit gemacht. Nach kurzer Zeit war absehbar, dass die Arbeit äusserst zügig vorankommt. Somit konnte sich die Projektgruppe mit Balu, Kick und Romeo über die zwischenzeitlich eingegangenen Angebote der Handwerker beugen und die Muster für den Bodenbelag studieren. Als nächstes kommen die Gespräche mit Elektriker, Gipser und Zimmermann mit dem Ziel recht bald die Aufträge zu erteilen.
Beinahe hätten wir es verpasst zu fotografieren.
Nach den Besprechungen wollte die Projektgruppe die Chrampfer unterstützen. Doch im 4. Stock war es ruhig und alles schon aufgeräumt und zusammengekehrt. Im ersten Stock hat es gerade noch gereicht aus dem Torfenster die vollle Mulde zu fotografieren. Dann wurden die Fensterflügel wieder eingehängt und die ursprüngliche Ordnung hergestellt. Es war noch nicht einmal 12 Uhr.
Zeit für Mittagessen und ein kühles Bier. Gelegenheit für Gedankenaustausch. Danach kleiner Rundgang durch das Museum mit Besichtigung der Abteilungen Stickerei, Weberei und Spinnerei. Abschluss mit Baumer Fladen und Kafi. Restliches Aufräumen, Ver- und Entsorgen. Gegen 14 Uhr konnten allen den Heimweg antreten.
Zufrieden aber müde vom vielen Treppensteigen bin auch ich wieder zu Hause angelangt.
An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an alle Helfer. Es macht Spass mit Euch zusammenzuarbeiten.
Mit weiss-lila-weiss
Romeo
Wie angekündigt haben sich Balu, Kick, Orca und Romeo an diesem Samstag zu einem nächsten Einsatz getroffen. Diesmal war weniger Muskelkraft gefordert als vielmehr Denkarbeit.

Theoriearbeit mit Masken
Wir haben den Entscheid gefällt, dass wir aus Sicherheitsgründen (Brandschutz) auf die Freilegung des alten Industriebretterbodens verzichten und stattdessen die Lücken im vorhandenen Unterboden dämmen und ergänzen und am Schluss den ganzen Raum mit einem gesponserten Vinylboden in Holzoptik ausstatten.

Brennprobe des Dämmmaterials
Ausserdem werden wir die jetzt vorhandene Türe Richtung Holztreppenhaus schliessen. Der Zugang erfolgt durch eine neue Türe, welche in die einzubauende Wand kommt. Dadurch erhalten wir mehr Stellfläche und können unseren langen Kneiptisch besser platzieren und zur Geltung bringen.
In Kürze werden wir mit einem Baufachmann unsere „Baustelle“ besichtigen und die nächsten Arbeitsschritte planen.
Eine der nächsten Arbeiten, welche wir wohl selbst ausführen können, ist das Abschleifen des ganzen sichtbaren Holzes mit einer allfälligen Behandlung.
Danach braucht es sicher einen Zimmermann für Boden-, Wand- und Türeinbau, einen Elektriker für Licht und Strom etc. und einen Gipser um alle Löcher zu flicken und die Wände zu glätten. Malerarbeiten können dann wieder von uns übernommen werden. Möblierung und Umzug sowieso.
Es bleibt also noch viel zu tun.
Mit weiss-lila-weiss
Romeo
Arbeitseinsatz vom 09.01.2021
Nachdem die AH-Versammlung grünes Licht gegeben hat für unseren Ausstellungsraum wurde kurz darauf der Nutzungsvertrag mit Neuthal Textil- und Industriekultur unterschrieben. Jetzt konnte es also richtig losgehen.
Am 14. November 2020 hat sich die Projektgruppe bestehend aus Balu, Kick und Romeo zum Kickoff-Meeting im Neuthal getroffen um einerseits das Vorgehen zu besprechen und andererseits einen ersten Augenschein zu nehmen.
Bevor wir ans Bauen, Installieren, Einrichten und Zügeln denken können, muss das eingebaute Zimmer aus unserem zukünftigen Ausstellungsraum abgebrochen werden. Wir haben gleich Hand angelegt und das Inventar entfernt und erste Wand- und Deckenplatten geöffnet, damit wir sehen konnten was uns darunter alles erwartet. Zum Schluss haben wir den 9. Januar 2021 für den Abbruch vereinbart.
Im Dezember habe ich dann die ganzen Zier- Decken und Bodenleisten demontiert und entnagelt.
Dann kam der grosse Abbruchtag. Orca hat die Projektgruppe massiv verstärkt und wir haben zu viert während cirka fünf Stunden Decke und Wände abgebrochen und alle Nägel entfernt.
Die nachstehenden Bilder zeigen Euch:
Der nächste Einsatz findet bereits am 6.2.2021 statt. Dann werden wir das weitere Vorgehen besprechen.
Mit weiss-lila-weiss
Romeo
Nachstehend die Daten unseres Postkontos
für Spenden zugunsten dieses grossen Projekts:
| IBAN-Nr: | CH85 0900 0000 9000 2388 3 |
| Lautend auf: | Altherrenverband der Textilia Wattwil, 9630 Wattwil |
| Vermerk: | Ausstellungsraum |